PRESSEMITTEILUNG

Jubiläumsjahr 2005
110. Geburtstag und 30. Todestag des
ehemaligen Intendanten der Münchner Kammerspiele, des Regisseurs und
Schauspielers Hans Schweikart
(1. Oktober 1895 – 1. Dezember 1975)

Anlässlich des 110. Geburtstages und 30. Todes-
tages des ehemaligen Intendanten der Münchner
Kammerspiele, des Regisseurs und Schauspielers Hans Schweikart, wurde im Frühjahr diesen Jahres
die Hans Schweikart-Gesellschaft gegründet. Der
gemeinnützige Verein will die Erforschung von
Leben und Werk Hans Schweikarts als einer der
großen Theatergestalten des 20. Jahrhunderts
fördern und dazu beitragen, mit geeigneten Maß-
nahmen die Gestalt Hans Schweikarts im
kulturellen Gedächtnis zu verankern. Verwirklicht
werden sollen diese Zwecke insbesondere durch: Publikationen, Vorträge, Ausstellungen und Filme,
die Zusammenarbeit mit kulturellen und sozialen Institutionen und durch Stipendien für wissen-
schaftliche Arbeiten.

Das Münchner Filmmuseum widmet Hans Schwei-
kart zum 30. Todestag am 1. Dezember 2005 einen Filmabend.

Der am 1. Oktober 1895 in Berlin geborene Sohn taubstummer Eltern gehörte von 1918-23 dem gefeierten Ensemble von Max Reinhardts Deut-
schem Theater in Berlin an. Doch wurde dann
München seine Wahlheimat, wo er als Schauspie-
ler, Regisseur und - nach dem Krieg - als Intendant
der Münchner Kammerspiele tätig war. Er war auch als Filmregisseur, Drehbuchautor und Verfasser einiger Bühnenstücke erfolgreich. Schweikart, der einmal als „Poet unter den Regisseuren“ bezeichnet wurde, lehrte an verschiedenen Schauspielschulen. In seinen letzten Lebensjahren brillierte er auch im Fernsehen mit gelegentlichen, dann aber viel beachteten Auftritten.
 


Die Stiftung Archiv der Akademie der Künste Berlin hat den künstlerischen Nachlass von Hans Schweikart übernommen.

Dazu gehören bisher Tagebücher, Fotos, Korres-
pondenz, Jubiläumsschriften, Regiebücher, Manu-
skripte, Filmroman, Filmprogramme und persönli-
che Dokumente. Dieser Nachlass soll kontinuier-
lich erweitert und der wissenschaftlichen Forschung zugänglich gemacht werden.
www.adk.de
 


In der Edition Mnemosyne (www.mnemosyne.de)
ist im Frühjahr 2004 als HörBühne die Schauspiel-
fassung "Elektra" von Hugo von Hoffmannsthal, unter der Regie von Hans Schweikart, erschienen.

Es handelt sich um eine Aufnahme des Südwest-
funks SWF (heute SWR) von 1959 mit Maria
Becker als Elektra und Maria Wimmer in der Rolle
der Klytämnestra (Die 3 CDs enthalten auch die
Opernfassung von Richard Strauss und ein ausführ-
liches Booklet).